Genuss, Kunst & italienische Lebensfreude

Kunst in Bad Saarow

Georg Barber | ATAK – amiceria, 2019

Beim Betreten der amiceria erblickst Du an der sattgrünen Wand, links zur Bar, ein großes Kunstwerk vom renommierten Buch- und Zeichenkünstler Georg Barber – Künstlername ATAK – auf das wir besonders stolz sind und welches der Künstler exklusiv für uns gemalt hat. Das farbenfrohe Panorama bietet immer neue Entdeckungen und entstand in ausführlichen Übermalungen alter Schullandkarten – ein Markenzeichen ATAKs.: „Der Betrachter kann an beliebiger Stelle eintauchen und sich überraschen lassen.“

Die beiden ornamentalen Stickereien links und rechts des Bildes wurden nach ATAKs Entwürfen von der Berliner Textilkünstlerin Gudrun Haggenmüller geschaffen.

Ausschnitt des amiceria Kunstwerks vom deutschen Comic-Zeichner ATAK
Comic-Künstler ATAK in seinem Atelier

Über den Künstler: Georg Barber – ATAK, lebt und arbeitet als freiberuflicher Künstler, Grafiker und Illustrator in Berlin und Marseille, ist präsent in Einzelausstellungen u.a. in Paris, Bologna, Stockholm, Helsinki und Zürich. Seit 2008 ist ATAK Professor für Illustration an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.

ATAK über sein Werk in der amiceria: „Vor dem Hintergrund einer italienischen Landschaft tummeln sich kleine Szenerien, die sich mehr oder weniger mit dem Begriff von Freundschaft auseinander setzen. Im Zusammenspiel mit dem Restaurant amiceria spielen die dargestellten narrativen Momente mit Genuss, Trinken, Freude am Essen, Tanzen, Begehren bis hin zum Sättigungsgefühl. Im Arbeitsprozess hatte ich das Gefühl, als ob ich an einem fortlaufenden Buch arbeite – das Entwickeln von diversen Charakteren und Geschichten. Anders als beim Buch gibt es hier aber keine Leserichtung oder Seitenabfolge.

Kunst in Strausberg

Amélie Esterházy – amiceria, 2020

Für die amiceria in Strausberg hat die Konzept-Künstlerin Amélie Esterházy eigens Werke geschaffen, die sich mit Essen mit und bei Freunden befassen. Auf ihrer Italienreise im Sommer 2020 sammelte sie viele Speisekarten und integrierte sie in die facettenreichen Sphären. Zudem benutzt sie die Silberfolie, die Champagnerflaschen zieren. Dies schafft eine bunte, sich je nach Lichteinfall immer wieder ändernde Oberfläche:

„Das ist genau wie bei einem Essen mit Freunden: Man kann die gleiche Speisefolge haben, aber als Gesamterlebnis entwickelt es sich immer anders.“

Über die Künstlerin: Amélie Esterházy, ehemals Grözinger, lebt und arbeitet in Berlin, ist studierte Philosophin, Kulturwissenschaftlerin (Humboldt Universität zu Berlin) und Modedesignerin (Lette Verein). Sie arbeitet seit 2008 mit Kunstinstallationen und Skulpturen, die sie international ausstellt. Alltagsmaterialien wie Papier, Styropor, Gips oder Harz kombiniert sie oft mit Fundstücken aus der Natur. Besonderes Interesse liegt in der Wahrnehmung von Mustern und der unwillkürlichen Lust, Strukturen und Formen darin zu sehen, die man wissenschaftlich Apophenie nennt: „Meine geometrisch konstruierten Muster können in Unendlichkeit fortgesetzt und weitergedacht werden. Jede definierte Fläche zeigt demnach nur einen Ausschnitt des Unendlichen, ein Fragment.“